Aktuelle Entwicklungen im Markt und in der CommerzFactoring

Aktuell finden Sie hier weiterführende Informationen zum Thema Factoring, zur Commerzbank und den Möglichkeiten, die Ihnen CommerzFactoring zur besseren Nutzung Ihres Forderungsmanagements bietet.

Ein Geschäftsmann steht frontal zu der Kamera, der Kopf ist nach links gedreht und sieht aus dem Fenster auf eine Skyline.

Januar 2018: Glätten von Finanzierungsspitzen und Reduzierung von Dritteinflüssen auf die eigene Liquidität durch den Einsatz von Factoring

Regelmäßig, gerade zum Jahresende, wird für viele mittelständische Unternehmen spürbar, welche Wirkung die Abhängigkeit von großen Abnehmern auf die eigene Liquiditätslage haben kann. Vor allem kapitalmarktorientierte Unternehmen / Konzerne werden rigide nach Kennzahlen gesteuert. Die Working Capital Ratio ist eine dieser für die Beurteilung durch Analysten wichtigen oder im Rahmen von Finanzierungsstrukturen zu beachtenden Kennzahlen. Eine positive Steuerung des Working Capital lässt sich unter anderem über eine Reduzierung des Umlaufvermögens oder durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung vornehmen. Und hier kommen nun die Lieferanten ins Spiel. Generell stellen wir von CommerzFactoring fest, dass viele Großkunden Ihren Lieferanten immer längere Zahlungsziele abverlangen, und somit eine Verlagerung der Finanzierung auf diese vornehmen. Zum Jahresende wird dann noch zusätzlich die Zahlung bereits fälliger Rechnungen gerne auf das neue Jahr verschoben, um weitere, zusätzlich liquide Mittel in der Bilanz zu generieren. Gleiches wird naturgemäß zum nächsten Quartalsabschluss wiederholt, um die Kennzahlen in den Abschlüssen konstant zu halten. Doch nicht nur Kennzahlensteuerung kann ein Auslöser für einen höheren Liquiditätsverbrauch sein, auch andere Einflüsse auf den Abnehmer, bspw. starke Rohstoffpreisschwankungen (vgl. Artikel aus April 2017) schlagen auf die Liquiditätssituation des Lieferanten durch. Durch die damit für die Lieferanten nicht beeinflussbaren Zahlungsströme büßen somit gerade mittelständische Unternehmen zunehmend ihre Unabhängigkeit im Hinblick auf die Steuerung der eigenen Liquidität ein.

Die Unabhängigkeit erhöhen kann hier eine regresslose Forderungsfinanzierung der CommerzFactoring. Anhand eines klassischen Factorings können fortlaufend alle Forderungen verkauft und somit gegen Ausfall versichert werden. Bzgl. der frei werdenden Liquidität können unsere Kunden aber täglich neu entscheiden, ob und welche Gelder sie von uns vorfinanziert bekommen möchten. Aufgrund dieser 100-prozentigen Flexibilität der Inanspruchnahme sowie der Möglichkeit, Gelder taggleich bereitgestellt zu bekommen, sind unsere Kunden jederzeit in der Lage, auf sich ändernde Zahlungsverhalten ihrer Abnehmer oder eine preisgetriebene Erhöhung der Forderungsbestände reagieren und somit eine Glättung von Finanzierungsspitzen vornehmen zu können. Eine noch höhere Flexibilität bietet die CommerzFactoring Forfaitierung. Hier können bspw. nur bestimmte (Groß-) Abnehmer in den Vertrag aufgenommen werden. Zusätzlich können unsere Forfaitierungskunden frei entscheiden, ob und wann sie Forderungen überhaupt verkaufen möchten – und nur auf verkaufte Forderungen fallen Kosten an.

Gerne analysieren unsere Spezialisten mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten und Lösungsansätze für regresslose Forderungsfinanzierung in Ihrem Unternehmen.

Nehmen Sie gerne direkt mit uns Kontakt auf

September 2017: Jahresabschlusszeit = Zeit für Factoring?

Je näher der Jahresabschluss rückt, desto wichtiger wird ein Blick auf die sich anbahnenden Bilanzkennzahlen. Daher beschäftigen sich auch viele Entscheidungsträger in Unternehmen gerade im letzten Quartal eines Jahres mit der aktiven Gestaltung der Kennzahlen ihrer Bilanz. Das Ziel ist dabei, neben dem Ausweis einer möglichst hohen Eigenmittelquote, die Reduzierung des Verschuldungsgrads sowie die Optimierung des Working-Capitals, d.h. der im Umlaufvermögen gebundenen liquiden Mittel.

Der Grund für das Bestreben, oben beschriebene Bilanzkennzahlen positiv zu beeinflussen, hängt mit der gängigen, regulatorisch erforderlichen Praxis von Kreditgebern zusammen, jedes Unternehmen mithilfe eigener Ratingverfahren zu bewerten – unabhängig von dessen Größe. Somit empfiehlt es sich für jedes Unternehmen, welches sich über Kredite, Leasing oder andere Instrumente finanziert oder neue Investitionen plant, die Entwicklung der eigenen Kennzahlen im Blick zu behalten. Eine Verbesserung der oben genannten Kennzahlen kann beispielsweise dabei helfen, günstigere Finanzierungsangebote zu erhalten oder Bedingungen, die in Form von sog. Covenants in Kreditverträgen beauflagt wurden, einzuhalten. Ursachen für eine Verschlechterung der Bilanzrelationen müssen dabei nicht zwingend in einer negativen Unternehmensentwicklung liegen, auch ein starkes Wachstum oder der Druck auf längere Zahlungsziele durch wichtige Abnehmer können sich auf die Kennzahlen niederschlagen.

Mit Hilfe von regresslosen Forderungsfinanzierungslösungen der CommerzFactoring kann die Kennzahlengestaltung aktiv unterstützt werden. Im Rahmen des echten Factoring erfolgt ein sogenannter „True Sale“ der Forderungen, was bedeutet, dass die verkauften Forderungen nicht mehr auf der Aktivseite der Bilanz erscheinen, sondern zunächst in Form eines Aktivtauschs auf den Kassenbestand übergehen. Danach reduzieren sich dann im Rahmen des Mitteleinsatzes auf der Passivseite wahlweise die Bilanzpositionen „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ und/oder „kurzfristige Finanzierungen“; gleichzeitig bleibt aber das ausgewiesene Eigenkapital unverändert. Folglich geht die Bilanzsumme zurück und damit einhergehend erhöht sich die Eigenmittelquote, während sich die Bindung liquider Mittel verbessert. Üblicherweise werten Ratingverfahren den Abgang von Risikopositionen aus dem Umlaufvermögen (hier: Forderungsausfallrisiken) als wesentliche Risikoreduzierungen, was sich in einer Verbesserung des Ratings niederschlägt.

(Beispiel in MEUR:)

Aktiva vorher nachher Passiva vorher nachher
I) Anlagevermögen 20 20 I) Eigenkapital 10 10
II) Umlaufvermögen II) Fremdkapital 10 10
Warenbestand 5 5
Forderungen aus L+L 15 1 III) kurzfr. Fremdkapital
III) Sonstiges 5 6,4 Verbindlichkeiten L+L 15 7,4
Kreditinstitute 5 0
Sonstige 5 5
Bilanzsumme 45 32,4 Bilanzsumme 45 32,4

In obiger Beispielrechnung steigt somit die Eigenmittelquote um 39,2% (8,7 Prozentpunkte) von 22,2% auf 30,9%.

Neben den Kennzahleneffekten profitieren Kunden der CommerzFactoring zusätzlich von der regelmäßigen professionellen Bonitätsprüfung des Debitorenbestandes und der neu akquirierten Kunden. Im Rahmen eines offenen Factorings kann der Kunde darüber hinaus die Abwicklung seines Mahnwesen auf CommerzFactoring übertragen und somit gegebenenfalls die Zahlungsmoral seiner Abnehmer und Arbeitsabläufe deutlich verbessern, wodurch sich wiederum, bedingt durch die schnelleren Zahlungseingänge, die Liquiditätslage seines Unternehmens zusätzlich verbessert.

April 2017: Rohstoffpreisentwicklung und die Auswirkungen auf die working-capital-Finanzierung

Für Unternehmen, die zwecks Handel oder zur Be- und Verarbeitung Rohstoffe beschaffen, ist es mittlerweile üblich, dass nicht nur Devisenkursrisiken aus dem Ein- und Verkauf, sondern auch Schwankungen in der Rohstoffpreisentwicklung abgesichert werden.

Bekannte Einsatzbereiche sind zum Beispiel das Dieselderivat oder der Stromhandel. Dabei bezieht sich die Absicherung jedoch ausschließlich auf die Vermeidung von negativen Einflüssen auf Rohertrag und Kosten, die durch veränderte Marktpreise im Verlauf einer Wertschöpfungskette entstehen können.

In Phasen relativ geringer Preisvolatilität an den Märkten für Zinsen, Devisen und Rohstoffe/Waren sind die Auswirkungen starker Preisveränderungen oft wenig präsent.

Zusätzlich wird unterschätzt, dass Preisschwankungen beim Materialeinsatz auch gravierende Folgen auf die Finanzierung des working-capital und damit die gesamte Liquiditätssituation haben können.

Was bedeuten Preissteigerungen für die Unternehmensfinanzierung?

Beispielsweise sind die Rohstoffpreise der für die Weltwirtschaft wichtigen Materialien, wie Rohöl, Kohle, Eisenerz und Kupfer seit dem Herbst 2016 jeweils um über 20% angestiegen.

Preissteigerungen, die sich – mit einem time-lag – auch in gestiegenen Vorrats- und Forderungsbeständen der Unternehmen widerspiegeln werden.

Dadurch erhöht sich die gebundene Liquidität. Cash-Bestände werden reduziert, Bank- und Lieferantenkredite höher in Anspruch genommen. Dies kann Handlungsspielräume des Unternehmens einschränken und sich negativ auf die Einhaltung von Covenants und die ratingrelevanten Kennziffern auswirken.

Volatile Preisentwicklungen erfordern also selbst bei konstantem Warenumschlag Finanzierungsreserven sowie Gegenmaßnahmen zur Vermeidung von Kostennachteilen und zur Stabilisierung von Bilanzstrukturen.

Wie kann ein Unternehmen reagieren?

Mit einer umsatzkongruenten Finanzierung kann hier gegengesteuert werden. Durch regresslosen Forderungsverkauf werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen direkt durchfinanziert. Die Factoringgesellschaft prüft im laufenden Vertrag rechtzeitig, schnell und zuverlässig die Notwendigkeit höherer Abnehmerlimite zur Absicherung des gestiegenen Ausfallschutzes. Preisbedingte Erhöhungen des Forderungsbestands steigern bei Factoring/Forfaitierung im gleichen Verhältnis die Unternehmensfinanzierung.

Auch aus diesem Grund wurde das Instrument des regresslosen Forderungsverkaufs bereits von einer Vielzahl von Unternehmen etabliert. Durch diese zusätzliche Säule der Finanzierung über vorhandene, bewertbare Vermögensgegenstände stellt sich das Unternehmen flexibel gegenüber Schwankungen der Forderungsbestände, gleich ob preis- oder volumensgetrieben, auf.

Vorhandene Finanzierungsreserven werden geschont, die Finanzkraft insgesamt gestärkt. Freie Mittel stehen unverändert für Expansion, Pflege von Einkaufsvorteilen (Skonto!) sowie Marktausbau zur Verfügung.

Darüber hinaus bewahrt sich das Unternehmen vor Forderungsausfallrisiken und schont seine Bilanzstrukturen.

Februar 2017: Prozessvereinfachung und Kostenvorteile – so profitieren Logistik-Unternehmen von der Kooperation zwischen JITpay™ und CommerzFactoring

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite Kooperationen.

Dezember 2016: CommerzFactoring kooperiert mit Main Incubator-Fintech Bilendo

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite Kooperationen.

November 2016: Wie wirkt sich die Wahl der auf die Lieferbeziehung anwendbaren Rechtsordnung auf die Ausgestaltung von Forderungsfinanzierungen aus?

In der deutschen Volkswirtschaft spielt der grenzüberschreitende Export von Waren und Dienstleistungen traditionell eine sehr wichtige Rolle. Die zunehmende Digitalisierung der Kommunikation und der Leistungswege beflügelt diese Entwicklung zusätzlich. Gleichzeitig geben die nationalen Wirtschaftsordnungen ein zuweilen uneinheitliches Bild ab und können so die rechtlichen Rahmenbedingungen von internationalen Geschäftsbeziehungen erschweren. Für einen Forderungsverkauf aus grenzüberschreitenden Lieferbeziehungen sind hier wichtige Regelungen zu berücksichtigen, um die (bilanz-)rechtlichen Anforderungen an einen „true-sale“ mit allen Rechten für den Forderungsverkäufer und den Prüfungsanforderungen seiner Wirtschaftsprüfer sicherzustellen. Für den Käufer von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist die Berücksichtigung der länderspezifischen Regelungen ebenfalls wichtig, um die Bewertung der Forderungsbestände jederzeit belastbar vornehmen zu können.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, nimmt der Forderungskäufer vor einem Forderungskauf z.B. Einsicht in die Rahmenverträge bzw. die Ein- und Verkaufsbedingungen der Vertragspartner sowie in die Abläufe des Vertragsschlusses und der Vertragsabwicklung und prüft u.a., welche Jurisdiktion vereinbart worden ist bzw. welche Jurisdiktion mangels vertraglicher Vereinbarung nach bestimmten Rechtsgrundsätzen gilt. Denn obwohl ein Vertrag grundsätzlich dem von den Parteien gewählten Recht unterliegt, kann es sein, dass die getroffene Rechtswahl selbst unwirksam ist oder aber einzelne Elemente zwingenden Rechts anderer Jurisdiktionen weiter anzuwenden sind. Wird zwischen den Vertragspartnern keine Rechtswahl getroffen, bestimmen gesetzliche Vorschriften die Anwendbarkeit des Rechts oft danach, welcher Art der Vertrag oder wo der Ort der Leistung ist.

In der überwiegenden Anzahl der durch die CommerzFactoring betreuten Fälle erfolgt hiernach bei rein deutschen Lieferbeziehungen und bei Lieferbeziehungen, die ihren Leistungsschwerpunkt in Deutschland haben, der Forderungskauf grundsätzlich ebenfalls nach deutschem Recht, ggf. unter Berücksichtigung zwingender Rechtsvorschriften anderer Jurisdiktionen, die dadurch berührt werden, dass z.B. einer der Vertragspartner seinen Sitz in dem betreffenden Land hat oder seine Leistung dort erbringt.

Vor allem bei internationalen Transaktionen mit größeren Volumina kommt es häufig vor, dass Lieferbeziehungen durch Rahmenverträge geregelt werden, die die Jurisdiktion eines Mutterkonzerns vorsehen, obwohl die beiden Vertragspartner ihren jeweiligen Sitz in einem anderen Land haben. Rahmenverträge und Verkaufsbedingungen sind zudem häufig Bestandteil von Verhandlungen und nicht immer lässt sich die gewünschte Rechtsordnung durchsetzen. Vom deutschen Regelungsrahmen abweichende Bestimmungen müssen in einem solchen Fall von allen Beteiligten mit großer Gewissheit beachtet werden und spielen ggf. auch im Rahmen eines Forderungskaufs eine erhebliche Rolle.

Das gilt beispielsweise ganz besonders in Bezug auf die nach deutschem Recht mögliche stille Abtretung von Forderungen, also eine Abtretung von Forderungen ohne eine Benachrichtigung des Forderungsschuldners. Außerhalb Deutschlands ist dies oftmals ausgeschlossen oder nicht uneingeschränkt umsetzbar. Daraus folgt, dass bei Geltung ausländischen Rechts im Regelfall stets eine Offenlegung des Forderungsverkaufs an den Abnehmer erfolgen muss oder seine Zustimmung einzuholen ist. Diese Offenlegung erfolgt üblicherweise durch eine Mitteilung des Lieferanten an seine Abnehmer, kann aber, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt als zu Beginn der Zusammenarbeit, auch durch den Forderungskäufer vorgenommen werden.

In solchen Fällen holt der Forderungskäufer vor einem Forderungskauf Rechtsrat hinsichtlich der gesetzlichen Bestimmungen des jeweils anwendbaren Landesrechtes ein. So kann zuweilen eine einfache Mitteilung ausreichen, kann aber in anderen Fällen auch die Zustimmung des Abnehmers oder aber die Buchung von Zahlungen auf bestimmten Konten erforderlich sein. Die Richtlinien des jeweils anwendbaren Landesrechtes geben auch vor, unter welchen Bedingungen ein „true-sale“ sichergestellt werden kann. Diese Regelungen können sodann auch Auswirkungen auf die buchhalterische Behandlung der verkauften Forderungen sowie die Fristen und die Durchführung des Mahnwesens haben.

Juli 2016: Welche Rolle spielt die Forderungsfinanzierung beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen(steilen)?

2015 war ein sehr gutes Jahr für Fusionen und Übernahmen mit Beteiligung deutscher Unternehmen. Stütze des M&A-Marktes waren 2015 das mittlere und kleinere Marktsegment. Der deutsche Mittelstand mit seinen Familienunternehmen und „Hidden Champions“ verbesserte seine nationale und globale Präsenz durch strategische Zukäufe. Auf der anderen Seite wurde verkauft. Neben Nachfolgeregelungen waren auch Marktkonsolidierungen Motiv für Verkäufe (vgl. Angermann M&A International AG, M&A Monitor 2015).

Die Forderungsfinanzierung spielt im Rahmen dieser M&A-Transaktionen eine immer größer werdende Rolle, denn sie kann in verschiedenen Phasen eines Unternehmenskaufs bzw. -verkaufs sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite für das Verkaufs- bzw. Kaufobjekt (Target) eingesetzt werden und zudem andere Finanzierungsformen passgenau ergänzen. So können in der Regel bis zu 90 Prozent des Werts der Forderungen zeitnah in Liquidität umgewandelt werden. Der Liquiditätszufluss aus dem Forderungsverkauf führt zu einer geringeren Gesamtverschuldung, weil damit ein wesentlicher Teil der Finanzierung des Working-Capital-Bedarfs des Targets abgedeckt wird.

Auf Käuferseite wird häufig schon in Rahmen der Due Diligence das Know-how der CommerzFactoring zur Analyse des Forderungsportfolios des Zielunternehmens herangezogen, um dadurch die Qualität der Außenstände und des Forderungsmanagements sichtbar zu machen und bereits frühzeitig gesicherte Angaben über die Liquiditätspotenziale des Forderungsbestands des Zielunternehmens zu erhalten. Setzt das Factoring beim Target ausreichend Liquidität frei, wird es als Baustein für die laufende Finanzierung des Working Capital in das Gesamtkonzept des Käufers eingebaut. Die Vorteile für den Käufer liegen hierbei auf der Hand:

  • geringerer Akquisitionsfinanzierungsbedarf (Fremd- oder Eigenmittel)
  • Schließung möglicher Finanzierungslücken durch eine sich dem Bedarf anpassende Finanzierung
  • Kostenvorteile
  • finanzielle Unabhängigkeit und Planungssicherheit beim Target

Forderungsfinanzierungen stellen nämlich primär auf die Werthaltigkeit der Forderungen ab, reduzieren daher „kennzahlenbedingte“ Instabilitäten und wachsen kongruent mit dem durch Veränderung von Umsatz und Forderungslaufzeiten geprägten Finanzierungsbedarf. Dank Factoring und Forfaitierung kann der Unternehmenskäufer seinen Mix aus Eigenmitteln, Mezzanine, Bankdarlehen etc. oftmals vollständig zur Deckung der Kosten des Unternehmenserwerbs, der Restrukturierung und der nötigen Investitionen nutzen, da der Working-Capital-Finanzierungbedarf bereits abgedeckt ist.

Auf Verkäuferseite lässt sich im Rahmen einer Forderungsfinanzierung der Substanzwert des Unternehmens durch Tilgung kurzfristiger zinstragender Verbindlichkeiten steigern. Insbesondere beim Verkauf bisher unselbständiger Unternehmensteile kann Factoring als eigenständiges und von der sonstigen Unternehmensfinanzierung weitgehend unabhängiges Finanzierungsinstrument die Umsetzung des Verkaufs erleichtern. Zudem steht ein bereits operativ genutztes Factoring aus Sicht der Käufer stellvertretend für gutes Forderungsmanagement, eine optimale Nutzung der Assets zur Liquiditätsgenerierung und die Selbstfinanzierungsfähigkeit des Targets, wodurch potenziell ein besserer Preis für das zu verkaufende Unternehmen erzielbar wird.

Viele Gründe sprechen für Factoring, auch und gerade beim Kauf und Verkauf von Unternehmen(steilen). Darum sind wir überzeugt, dass Factoring als strategischer Baustein bei diesen Transaktionen immer in Betracht gezogen werden sollte. Die CommerzFactoring steht Ihnen mit dem Know-how aus zahlreichen Transaktionen bereits bei ersten M&A-Überlegungen gerne beratend zur Seite.

Mai 2016: Optimierung der Forderungsverkäufe durch den Einsatz der Spezialsoftware FactorConnect

Im Rahmen von regresslosen Forderungsverkäufen setzen viele Kunden der CommerzFactoring mittlerweile auf Softwarelösungen der divas IT-Service GmbH, Mainz (www.divas-it.de). Insbesondere bei der Abwicklung von CommerzFactoring Forfaitierungen, aber auch in klassischen Factoringverfahren, unterstützt die Software die Kunden in verschiedenen Punkten, insbesondere hinsichtlich:

• der Übertragung von zu verkaufenden Forderungen an die CommerzFactoring

• durchzuführender Datenabgleiche mit der CommerzFactoring

• einer deutlich verringerten Anbindungszeit an die Systeme der CommerzFactoring

• einer notwendigen Transaktionssicherheit und Dokumentation gegenüber Dritten, beispielsweise dem Wirtschaftsprüfer des Kunden

• der Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen mit der CommerzFactoring GmbH

• erheblicher Zeit- und Kostenersparnis gegenüber manuellem Handling oder Selbstprogrammierung

Durch den Einsatz von FactorConnect wird der manuelle Aufwand beim Kunden auf ein Minimum begrenzt - Forderungsverkäufe oder der in bestimmten Verfahren notwendige OP-Abgleich (Clearing) können innerhalb von Minuten hochautomatisiert durchgeführt werden.

Bei FactorConnect handelt es sich um eine einfach auf den Arbeitsplätzen der jeweiligen Nutzer zu installierenden Software. Es sind keine Eingriffe in bestehende IT-Systeme vonnöten. Die Implementierungszeit begrenzt sich in der Regel auf wenige Tage. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen der divas IT-Service GmbH existieren bereits diverse, praxiserprobte Schnittstellen für die gängigsten Buchhaltungssysteme, bspw. für SAP, IBM, Navision, Sage, Oracle, Schilling, Datev, Lexware, u.a.

Die divas IT-Service GmbH bietet ihren Kunden darüber hinaus einem hohen Servicegrad, welcher u.a. einen Hotline Support, Unterstützung per Fernwartung, Unterstützung bei der technischen Anpassung von Vertragsänderungen des Kunden mit CommerzFactoring (bspw. Aufnahme neuer Abnehmer), Vor-Ort-Service, Schulungen und vieles mehr umfasst.

In Verbindung mit FactorConnect erhalten somit Kunden der CommerzFactoring die Möglichkeit, eine regresslose Forderungsfinanzierung ohne größere interne Abwicklungsaufwände hocheffizient als Baustein der Unternehmensfinanzierung zu implementieren und zu nutzen.

April 2016: Entwicklung des deutschen Factoringmarktes 2015*

  • Insgesamt betrug der Factoringumsatz im Jahr 2015 209,0 Mrd. Euro, was ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 10,1 % bedeutet. Im Gesamtjahr wurde damit erstmalig die 200,0-Mrd.-Euro-Umsatzgrenze überschritten.
  • Die Factoring-Quote (gemessen alleine am Umsatz der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) liegt damit bei 6,9 %.
  • Schwerpunktbranchen sind dabei die Bereiche Handel und Handelsvermittlung, Fahrzeugbau, Herstellung von Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Dienstleistungen und (neu in 2015) Elektronik/elektronische Bauteile.
  • Über 20.300 Unternehmen in Deutschland nutzten im Jahr 2015 Factoring als Teil ihrer Unternehmensfinanzierung (plus 7,6 %).

*Quelle: Deutscher Factoringverband, www.factoring.de

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Zwei Geschäftsleute (Mann und Frau) unterhalten sich stehend vor einer Fensterfront

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